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Aspirationspneumonie: Komplikationen beim Einatmen von Erbrochenem oder Fremdkörpern

Was ist Aspiration?

Eintritt von oropharyngealen oder Mageninhalten (Erbrochenes, Nahrung, Flüssigkeit) in die Luftröhre und die Lunge. Kann bei beeinträchtigtem Bewusstsein (Schlaganfall, Krampfanfall, Überdosis, Narkose), Schluckstörung (Dysphagie) oder Reflux auftreten.

Ernsthafte Komplikationen

  1. Aspirationspneumonitis (Mendelson-Syndrom): Chemische Verletzung durch saure Magensäure (pH <2,5) → akute Lungenverletzung, ARDS
  2. Aspirationspneumonie: Bakterielle Infektion durch oropharyngeale Flora (Anaerobier, Streptokokken) → Fieber, Husten, Infiltrat im Röntgenbild
  3. Atemwegsobstruktion: Großes Partikelmaterial blockiert die Bronchien → Atelectasen, Hypoxie
  4. Lungenabszess / Empyem: Nekrotisierende Infektion, besonders bei Anaerobiern

Klinisches Bild

  • Plötzlicher Husten, Atemnot, Hypoxie, Fieber (kann verzögert auftreten)
  • Rechtes unteres Lungenlobe am häufigsten (Anatomie)
  • Röntgen: Infiltrat; CT für Details

Sofortmaßnahmen

  • Schutz der Atemwege: Absaugung, Intubation bei Bedarf
  • Sauerstoff, Bronchodilatatoren
  • Antibiotika bei Verdacht auf Infektion (Ampicillin-Sulbactam, Clindamycin, Carbapenem)
  • Kortikosteroiden werden nicht routinemäßig empfohlen

Prävention

  • Oberkörperhochlagerung 30–45° bei gefährdeten Patienten
  • Dysphagie-Screening, angepasste Kost
  • Nüchternheit vor OP, Rapid-Sequence-Intubation

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