„Achy lungs“ ist kein normales Schwangerschaftssymptom. Lungen haben keine Schmerzrezeptoren; was sich wie Lungenschmerz anfühlt, stammt meist von:
- Muskuloskelettal: Kostenchondritis, Rippenflügel, Interkostalzerrung durch wachsende Gebärmutter/Haltungsänderungen.
- Respiratorisch: Asthma-Exazerbation, URI, Pneumonie, COVID-19, Lungenembolie (PE).
- Kardial: Peripartum-Kardiomyopathie, Palpitationen, Aortendissektion (selten).
- GI: Schwerer Reflux (Sodbrennen, ausstrahlend in Brust), Gallenblasenerkrankung.
- Psychogen: Angst, Panikattacken (Brustenge, Luftnot).
Warnsignale – Notfalluntersuchung nötig
- Plötzlicher stechender Brustschmerz + Kurzatmigkeit (PE)
- Drückender Brustschmerz, ausstrahlend in Arm/Kiefer (MI)
- Fieber + produktiver Husten (Pneumonie)
- Bluthusten
- Ohnmacht, Palpitationen, Ödeme (kardial)
Wann Sie Ihren Gynäkologen kontaktieren sollten
- Anhaltendes oder sich verschlechterndes Brustbeschwerden
- Schmerz beim Atmen/Husten
- Jede Sorge – Schwangerschaft verändert die Physiologie; Schwelle für Bildgebung/Abklärung ist niedriger.
D-Dimer, Röntgen (abgeschirmt), CT-Angiographie (bei PE-Verdacht), Echokardiogramm sind in der Schwangerschaft sicher, wenn indiziert. Ignorieren Sie Brustbeschwerden nicht als „nur Schwangerschaft“.