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Schraube verschluckt: Sofortmaßnahmen, Risiken und medizinisches Vorgehen

Das Verschlucken einer Schraube ist ein Notfall bei Fremdkörper. Sofort ärztliche Hilfe suchen – nicht auf Symptome warten.

Risikofaktoren

  • Größe: >2,5 cm Länge oder >1,5 cm Durchmesser → höheres Obstruktionsrisiko.
  • Form: Scharfe Gewinde, spitze Enden → Perforationsrisiko.
  • Lokation: Ösophagus (höchstes Risiko), Pylorus, Ileozäkalklappe, Appendix.

Mögliche Komplikationen

  1. Ösophagus-Impaktion: Speicheln, Dysphagie, Brustschmerz, Atemwegskompression.
  2. Mukosaverletzung: Abrasion, Läsion, Perforation → Mediastinitis, Peritonitis.
  3. Obstruktion: Dünndarm (häufigste Stelle), Kolon.
  4. Blutung: Erosion in Gefäße.
  5. Sepsis: Durch Perforation oder Translokation.

Management

  • Ösophagus: Dringende Endoskopie (innerhalb von 2 Std. bei symptomatisch, 24 Std. bei asymptomatisch).
  • Magen: Wenn <2,5 cm, stumpf, asymptomatisch → Beobachten mit seriellen Röntgenaufnahmen; die meisten passieren in 3–5 Tagen. Wenn scharf, >2,5 cm oder symptomatisch → Endoskopie.
  • Jenseits des Pylorus: Beobachten, wenn asymptomatisch; Operation bei Anzeichen von Obstruktion/Perforation.

Nicht tun

  • Erbrechen auslösen (Aspiration, Ösophagusverletzung).
  • Essen/Trinken, um es „hinunterzudrücken“ (verschlimmert Impaktion).
  • Abführmittel verwenden (erhöht Motilität → Perforationsrisiko).

Der Ausgang ist bei rechtzeitiger Intervention ausgezeichnet.

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