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MRI-Hyperintensität: Ursachen, Bedeutung und Interpretation

Hyperintensität in der MRT bezeichnet einen Bereich, der auf T2-gewichteten oder FLAIR-Sequenzen heller erscheint als das umliegende Gewebe. Sie reflektiert erhöhten Wassergehalt, veränderte makromolekulare Struktur oder magnetische Empfindlichkeitswirkungen.

Häufige Ursachen

  1. Ödem: Vasogen (Blut-Hirn-Schranke-Durchbruch) oder zytotoxisch (zelluläre Schwellung).
  2. Entzündung/Desmyelinisierung: Multiple-Sklerose-Plaques, Enzephalitis, ADEM.
  3. Ischämie/Infarkt: Akuter oder subakuter Schlaganfall (DWI hell, ADC dunkel).
  4. Blutung: Subakutes Blut (Methämoglobin) erscheint auf T1 und T2 hell.
  5. Neoplasma: Tumorinfiltration oder peritumionales Ödem.
  6. Infektion: Abszess, Cerebritis.
  7. Fett/Protein: Lipome, Dermoidzysten, zysten mit hohem Proteingehalt.
  8. Artefakte: Metallempfindlichkeit, Bewegung, Durchflussartefakte.

Interpretation

Hyperintensität ist nicht-spezifisch. Eine genaue Diagnose erfordert die Korrelation mit der Krankengeschichte, anderen Sequenzen (T1, DWI, GRE, kontrastverstärkt) und manchmal Folgeaufnahmen oder Biopsie.

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