Hyperintensität in der MRT bezeichnet einen Bereich, der auf T2-gewichteten oder FLAIR-Sequenzen heller erscheint als das umliegende Gewebe. Sie reflektiert erhöhten Wassergehalt, veränderte makromolekulare Struktur oder magnetische Empfindlichkeitswirkungen.
Häufige Ursachen
- Ödem: Vasogen (Blut-Hirn-Schranke-Durchbruch) oder zytotoxisch (zelluläre Schwellung).
- Entzündung/Desmyelinisierung: Multiple-Sklerose-Plaques, Enzephalitis, ADEM.
- Ischämie/Infarkt: Akuter oder subakuter Schlaganfall (DWI hell, ADC dunkel).
- Blutung: Subakutes Blut (Methämoglobin) erscheint auf T1 und T2 hell.
- Neoplasma: Tumorinfiltration oder peritumionales Ödem.
- Infektion: Abszess, Cerebritis.
- Fett/Protein: Lipome, Dermoidzysten, zysten mit hohem Proteingehalt.
- Artefakte: Metallempfindlichkeit, Bewegung, Durchflussartefakte.
Interpretation
Hyperintensität ist nicht-spezifisch. Eine genaue Diagnose erfordert die Korrelation mit der Krankengeschichte, anderen Sequenzen (T1, DWI, GRE, kontrastverstärkt) und manchmal Folgeaufnahmen oder Biopsie.