Die Überwachungshäufigkeit der Sauerstoffsättigung (SpO₂) bei COPD sollte individuell nach Schweregrad, Stabilität und klinischem Kontext erfolgen.
| Patientenkategorie | Empfohlene Häufigkeit | Begründung |
|---|---|---|
| Stabile, leichte-mittlere COPD (GOLD 1–2) | Reguläre Besuche + bei Bedarf | Geringes Desaturationsrisiko; Basiswert legt persönliche Norm fest. |
| Stabile, schwere-schwerste COPD (GOLD 3–4) | Täglich Morgens/Abends + bei Belastung | Höheres Baseline-Hypoxämierisiko; erkennt frühen Abfall. |
| Bei Langzeitsauerstofftherapie (LTOT) | Kontinuierlich während Titration; dann alle 4–8 Std. + bei Bedarf | Sichert, dass verordneter Fluss SpO₂ ≥88–92 % aufrechterhält. |
| Akute Exazerbation (AECOPD) | Kontinuierlich stationär; alle 1–2 Std. ambulant | Schnelle Verschlechterung möglich; leitet O₂-Titration (Ziel 88–92 %). |
| Nach-Exazerbationserholung (2–4 Wochen) | Täglich + bei Aktivität | Monitoring auf Rezidiv; Therapie anpassen. |
| Belastung/Lungenrehabilitation | Kontinuierlich während Sitzungen | Erkennt belastungsabhängige Desaturation; leitet Zusatzsauerstoff. |
| Schlaf (verdächtiges Overlap-Syndrom) | Über Nacht Pulsoxymetrie oder PSG | Identifiziert nächtliche Desaturation; screent auf OSA. |
Individualisieren mit dem Pneumologen. Überwachung erzeugt Angst; Unterwachung übersieht Verschlechterung.

www.alskrankheit.net © Gesundheitswissenschaften