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Brown-Séquard-Syndrom: Hemisektion des Rückenmarks – Diagnose, Symptome und Tests

Klinisches Erscheinungsbild

Das Brown-Séquard-Syndrom resultiert aus einer Hemisektion (Hälfte-Durchtrennung) des Rückenmarks und verursacht einen charakteristischen gekreuzten Defizit: ipsilaterale motorische/propriozeptive Ausfälle und kontralaterale Schmerz-/Temperaturausfälle unterhalb der Läsion.

Diagnostischer Ansatz

  1. Anamnese: Trauma (penetrierend: Stich, Schuss), Bandscheibenvorfall, Tumor, Multiplikative Sklerose, Ischämie.
  2. Neurologische Untersuchung:
    • Ipsilateral (gleiche Seite wie Läsion): Schwäche/Spastik (pyramidaler Trakt), Verlust von Vibrations-/Positionsempfinden (Dorsalstränge).
    • Kontralateral (gegenüberliegende Seite): Verlust von Schmerz und Temperatur (spinothalamischer Trakt) beginnend 1–2 Ebenen unterhalb der Läsion.
    • Ipsilaterales Gesichtsempfinden möglich, wenn Läsion oberhalb von C3 (Trigeminuskernbeteiligung).
  3. Bildgebung: MRT (Goldstandard) visualisiert Rückenmarkslesion, Kompression, Ödeme. CT-Myelographie, wenn MRT kontraindiziert.
  4. Zusätzliche Tests: Lumbalpunktion, wenn entzündliche/infektiöse Ursache vermutet wird (z. B. MS, TB).

Prognose

Hängt von Ätiologie und Schwere ab. Unvollständige Läsionen haben oft eine gute funktionelle Erholung mit Rehabilitation. Penetrierendes Trauma neigt zu schlechteren Ergebnissen.

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