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Medizinische Syndrome: Definition, Klassifikation und häufige Beispiele

Was ist ein Syndrom?

Ein Syndrom (griechisch syndromē, „miteinander laufen“) ist ein Bündel von Zeichen und Symptomen, das konsequent gemeinsam auftritt und eine bestimmte Krankheit, Störung oder Erkrankung charakterisiert.

Klassifikation

  • Nach Ätiologie: Genetisch (Down, Turner, Klinefelter), umweltbedingt (fetales Alkoholsyndrom), infektiös (AIDS), autoimmun (Sjögren).
  • Nach Domäne: Körperlich (Marfan), psychologisch (depressives Syndrom), verhaltensbezogen (Tourette), gemischt.
  • Nach System: Kardiometabol (metabolisches Syndrom), neurologisch (Guillain-Barré), dermatologisch (Stevens-Johnson).

Diagnose

Klinische Kriterien (Haupt-/Nebenmerkmale), unterstützt durch Labore, Bildgebung, Genetik. Kein einzelner Test für die meisten Syndrome.

Management

  • Ursache behandeln, wenn identifizierbar.
  • Symptombasierte multidisziplinäre Versorgung.
  • Genetische Beratung bei erblichen Syndrome.
  • Überwachung assoziierter Komplikationen (z. B. Herz bei Marfan, Leukämie bei Down).

Bekannte Beispiele

SyndromMerkmale
Down-SyndromTrisomie 21; geistige Behinderung, charakteristisches Gesicht, Herzfehler
Turner-Syndrom45,X; Kleinwuchs, Ovarialdysgenesie, Aortenverengung
Klinefelter-Syndrom47,XXY; Hypogonadismus, große Statur, Unfruchtbarkeit
Marfan-SyndromFBN1-Mutation; Aortenwurzeldilatation, Linsenluxation, Spinnenfingerigkeit
Cushing-SyndromCortisolüberschuss; zentrale Adipositas, Hypertonie, Glukoseintoleranz
Metabolisches SyndromZentrale Adipositas, Dyslipidämie, Hypertonie, Insulinresistenz
Sjögren-SyndromAutoimmune Exokrinopathie; trockene Augen/Mund, Müdigkeit, Lymphomrisiko

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