Home Alternative Medizin Bisse und Stiche Krebs AGB-Behandlungen Zahngesundheit Diät und Ernährung Familiengesundheit Gesundheitsindustrie
|  | Gesundheitswissenschaften >  | AGB-Behandlungen | Neurologische Erkrankungen

Epilepsie: Definition, Klassifizierungsrahmen und Terminologie gemäß ILAE-Richtlinien

Definition (ILAE 2017)

Epilepsie ist eine chronische neurologische Störung, die durch eine anhaltende Veranlagung zur Erzeugung epileptischer Anfälle gekennzeichnet ist. Die Diagnose erfordert eines der folgenden Kriterien:

  1. ≥2 unbegründete Anfälle mit mehr als 24 Stunden Abstand.
  2. 1 unbegründeter Anfall mit einer Wahrscheinlichkeit weiterer Anfälle von ≥60 % über 10 Jahre.
  3. Diagnose eines Epilepsiesyndroms.

Wichtige Terminologie

  • Epilepsia — Historischer Begriff (Latein/Griechisch epilambanein, „ergreifen“).
  • Morbus epilepticus — Veraltetes Latein für „Krankheit der Anfälle“.
  • Anfall: Vorübergehendes Auftreten von Zeichen/Symptomen aufgrund abnormer übermäßiger/synchroner neuronaler Aktivität.
  • Epileptischer Anfall vs. nicht-epileptischer Anfall (psychogen, Synkope, Bewegungsstörung).

ILAE-Klassifizierungsrahmen

  1. Anfallstyp: Fokal, generalisiert, unbekannter Beginn.
  2. Epilepsietyp: Fokal, generalisiert, kombiniert, unbekannt.
  3. Epilepsiesyndrom: Merkmalscluster (Alter, Anfallstypen, EEG, Bildgebung, Komorbiditäten, Genetik) — z. B. Dravet, Lennox-Gastaut, JME, CAE.
  4. Ätiologie: Strukturell, genetisch, infektiös, metabolisch, immun, unbekannt.

Behandlungsprinzip

Eine genaue Klassifikation leitet die Auswahl von Antiepileptika (ASM), die Operationskandidatur, die genetische Beratung und die Prognose. Der ILAE-Rahmen gewährleistet eine gemeinsame Sprache für Kliniker und Forscher weltweit.

logo

www.alskrankheit.net © Gesundheitswissenschaften