Wenn ein Familienmitglied einen Krampfanfall hat, verhindert ruhiges, strukturiertes Handeln Verletzungen und gewährleistet rechtzeitige Versorgung.
Während des Anfalls
- Dabeibleiben; Zeit nehmen.
- Freiraum schaffen – spitze/heiße Gegenstände entfernen.
- Kopf polstern (gefaltetes Handtuch, Kissen).
- Nicht festhalten und nichts in den Mund stecken.
- Auf die Seite legen (stabile Seitenlage) – ermöglicht Ablauf.
- Krawatte/Kragen lockern.
Nach dem Anfall
- Auf der Seite liegen lassen; Atmung und Hautfarbe überwachen.
- Ruhig sprechen; orientieren („Sie hatten einen Krampfanfall, Sie sind jetzt in Sicherheit“).
- Keine Nahrung/Getränke anbieten, bis volle Wachheit (Gefahr des Verschluckens).
- Auf Verletzungen prüfen (Zungenbiss, Sturztrauma).
911 anrufen, wenn:
- Anfall länger als 5 Min. (Status epilepticus).
- Zweiter Anfall ohne vollständige Erholung.
- Erstmaliger Anfall.
- Verletzung, Schwangerschaft, Diabetes, wasserbezogen.
- Atembeschwerden anhalten.
Krampfanfall-Aktionsplan (bei bekannter Epilepsie)
- Notfallmedikation (buccales Midazolam, rektales Diazepam, intranasales Midazolam) – wann geben, Dosis, Verabreichungsweg.
- Auslöser vermeiden (Schlafentzug, Alkohol, Blitzlicht, vergessene Medikamente).
- Kontakt Neurologe, bevorzugtes Krankenhaus.
- Kopien für Schule/Arbeit.
Nach dem Anfall: neurologische Nachsorge vereinbaren; bei Möglichkeit nächstes Ereignis auf Video festhalten – unschätzbar für die Diagnose.