Leberzirrhose (auch Zirrhose der Leber genannt) ist der systematische Ersatz von Lebergewebe durch narbiges Bindegewebe. Diese Lebererkrankung kann durch chronischen Alkoholmissbrauch, Hepatitis und Fettlebererkrankung verursacht werden. Auch Probleme bei der Verarbeitung von Milchzucker, Eisenüberladung oder Parasiten können Auslöser sein. Das erste Anzeichen einer Zirrhose ist ein auffälliger Gewichtsverlust, aber sie kann auch zu leichten Blutergüssen und Blutungen führen. Zudem kann sich Flüssigkeit im Bauchraum ansammeln.
Nierenerkrankung (oft chronische Nierenerkrankung oder chronische Niereninsuffizienz genannt) ist der schrittweise Verlust der Nierenfunktion aufgrund eines oder einer Kombination von Faktoren. Häufige Ursachen sind Bluthochdruck, Diabetes oder polyzystische Nierenerkrankung. Auch hoher Cholesterinspiegel, Sichelzellanämie und Lupus erhöhen das Risiko für eine Nierenerkrankung. Nierenerkrankungen zeigen sich oft durch Rückenschmerzen, häufiges Wasserlassen oder Blut im Urin.
Der Zusammenhang zwischen Leberzirrhose und Nierenerkrankung findet sich im hepatorenalen Syndrom, einem Zustand, bei dem die Nieren aufgrund einer Leberzirrhose geschädigt werden. Da die Zirrhose die Leberfunktion beeinträchtigt, treten Veränderungen in der Blutzirkulation durch den Darm auf. Dies verändert wiederum den Blutfluss zu den Nieren und schädigt die winzigen Blutgefäße, die für die Nierenfunktion notwendig sind. Symptome des hepatorenalen Syndroms sind Bauchschwellung, Delirium und gelbliche Haut. Zudem fällt dunkler Urin oder eine verringerte Urinproduktion auf.
Das hepatorenale Syndrom kann tödlich sein. Die Behandlung beginnt mit sofortigen Maßnahmen zur Verbesserung der Nierenfunktion. Der Patient wird ins Krankenhaus eingeliefert. Fast alle Patienten mit heporenalem Syndrom werden sofort dialysepflichtig. Jede Behandlung, die einen chirurgischen Eingriff erfordert, wird nicht empfohlen, da eine Zirrhose Operationen sehr riskant machen kann. Die Ausnahme ist eine Lebertransplantation. Viele Fälle des hepatorenalen Syndroms erfordern eine Lebertransplantation.
Vorbeugung ist unerlässlich. Das hepatorenale Syndrom ist oft tödlich, und sowohl Nieren- als auch Lebererkrankungen gelten oft als irreversibel. Die Vorbeugung des hepatorenalen Syndroms beginnt mit der Vorbeugung von Zirrhose. Begrenzen Sie Ihren Alkoholkonsum und suchen Sie bei Alkoholmissbrauch umgehend Behandlung. Praktizieren Sie sicheren Sex und teilen Sie keine Nadeln. Lassen Sie sich regelmäßig medizinisch untersuchen, damit etwaige Lebererkrankungen frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden können. Eine frühe Diagnose erhöht den Erfolg jeder Behandlung.

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