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Lungendruck verstehen: Inspiration, Expiration und transpulmonaler Druck

Atmung beruht auf Druckgradienten zwischen Alveolen und Atmosphäre, erzeugt durch Atemmuskelaktion. Die Respirationsphysiologie verwendet cmH₂O (nicht psi) für Druckmessungen.

Druckänderungen während des Atemzyklus

  • Atmosphärendruck (Patm): ~760 mmHg (101 kPa) auf Meereshöhe.
  • Inspiration: Zwerchfell kontrahiert → Thoraxvolumen ↑ → Alveolardruck (Palv) fällt unter Patm (≈ -1 bis -3 cmH₂O) → Luft strömt ein.
  • Expiration (passiv): Zwerchfell entspannt → elastischer Rückzug → Palv steigt über Patm (≈ +1 bis +3 cmH₂O) → Luft strömt aus.
  • Zwangsexpiration: Bauch-/innere Zwischenrippenmuskeln kontrahieren → Palv kann signifikant höher steigen.

Transpulmonaler Druck (Ptp)

Ptp = Palv – Ppl (Pleuraldruck). Er ist der aufspannende Druck über der Lungenwand.

  • In Ruhe (FRC): Ptp ≈ +5 cmH₂O (hält Lunge aufgebläht).
  • Inspiration: Ptp steigt (negativerer Ppl) → Lunge dehnt sich.
  • Expiration: Ptp sinkt.

Schlüsselkonzepte

  • Intrapleuraldruck (Ppl) ist bei gesunden Erwachsenen immer subatmosphärisch (negativ): ≈ -5 cmH₂O in FRC, -8 bis -10 cmH₂O bei maximaler Inspiration.
  • Compliance: ΔVolumen/ΔPtp. Reduziert bei Fibrose (steife Lungen), erhöht bei Emphysem.
  • Atemwegswiderstand: Bestimmt die Durchflussrate für einen gegebenen Druckgradient.

Die Prinzipien bleiben: Inspiration = negativer Alveolardruck; Expiration = positiver Alveolardruck relativ zur Atmosphäre.

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