Normale adulte Atemfrequenz: 12–20 Atemzüge pro Minute. Wenn sich der Körper dem Tod nähert, durchläuft das Atmungssystem charakteristische Veränderungen, die den systemischen Herunterfahren widerspiegeln:
- Allmähliche Verlangsamung: Die Rate nimmt progressiv ab – oft auf 2–6 Atemzüge pro Minute in den letzten Stunden.
- Unregelmäßige Muster: Cheyne-Stokes-Atmung (Krescendo-Dekrescendo mit apneischen Pausen), ataktische Atmung, agones Keuchen.
- Reduziertes Tidalvolumen: Flache Atemzüge; minimale Brustbewegung.
- Mundatmung / „Todesrasseln“: Sekrete sammeln sich im Oropharynx aufgrund verlorener Husten-/Schluckreflexe; Luft, die hindurchströmt, erzeugt Gurgeln. Für den bewusstlosen Patienten nicht belastend.
- Apnoe: Atmung stoppt vollständig – klinischer Tod. Möglicherweise kurze Keuchzüge danach.
Klinischer Kontext
Diese Veränderungen spiegeln wider: Hirnstamm-Atemzentrumsversagen, metabolische Azidose, verringerter Sauerstoffbedarf, Bewusstlosigkeit. Sie sind erwartet, nicht belastend für die sterbende Person (die typischerweise unresponsiv ist).
Anleitung für Angehörige
- Versuchen Sie nicht, die Atmung zu „reparieren“ – es ist ein natürlicher Prozess.
- Kopf leicht hochlagern; bei lauten Sekreten vorsichtig absaugen (oft nicht nötig).
- Fokus auf Komfort: Mundpflege, ruhige Anwesenheit, Zuspruch.
- Medikamente (Morphin, Glycopyrrolat) können bei Luftnot oder Sekreten eingesetzt werden, wenn der Patient belastet erscheint.
Das Verständnis dieser Muster hilft Familien, sich vorzubereiten und friedvolle Anwesenheit zu bieten.